Mulchgemüse

Manfred Kränzler: Regenerative Landwirtschaft in der Praxis – Kompostierung, Ackerbau und Mulchgemüse auf dem Schönberghof

Manfred Kränzler bewirtschaftet den Schönberghof in Baden-Württemberg als Gemischtbetrieb mit Schwerpunkt Ackerbau und Mutterkühe. In der Vermarktung ist er gut vernetzt und setzt auf Transparenz und Zusammenarbeit. Das Interesse an der Frage „Was nährt die Lebenskräfte von Erde und Mensch?“ hat dazu geführt, dass er sich intensiv mit Förderung der Bodenfruchtbarkeit, Humuswirtschaft, Kompostierung, regenerativen Methoden und biologisch-dynamischer Landwirtschaft beschäftigt. Er kombiniert verschiedene Ansätze in der Praxis und ist ständig am Lernen und Weiterentwickeln.

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Posted by Yvonne in Ackerbau, Bodenbearbeitung, Fruchtfolge, Kompost, Komposttee, Mulchgemüse

Hannes Höhne: Regenerative Agrarkultur auf Gut Haidehof – Tierhaltung, Marktgarten und Vermarktung

Hannes Höhne ist Landwirt, Wirtschaftsingenieur für Umwelttechnik, Berater und Projektentwickler für regenerative Landnutzung. Seit 2020 entwickelt er zusammen mit vier anderen Kollegen auf dem Gut Haidehof bei Hamburg einen Modellbetrieb für Regenerative Agrarkultur. Neben einer Mutterkuhherde und vollmobilen Weidegeflügel unter einer ganzheitlichen Beweidungsstrategie (Holistic Planned Grazing) bildet ein pflugloser, biointensiver Mulchgemüsebau die Grundlage für die Stärkung der regionalen Lebensmittelsouveränität im Hamburger Westen.

Hannes Höhne beschreibt den ökologischen Kontext in dem sich Landwirtschaft in dieser Zeit bewegt. Vom Problemverursacher hin zum Lösungsgeber. Als einen großen Hebel sieht er die regenerative Landwirtschaft an. Hier stellt er die einzelnen Betriebszweige (mobile Weidehühnerhaltung, Mutterkuhherde und der pfluglose biointensive Feingemüsebau) vor. Im zweiten Teil geht Hannes auf die diversen Vermarktungswege (Hofladen, Abokisten, Gastronomie) ein und beschreibt warum nur eine direkte und diverse Vermarktungsstruktur eine vielfältige Agrarstruktur ermöglicht.

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Posted by Yvonne in Gemüsebau, Holistisches Management, Marktgärtnerei, Mulchgemüse

Stephan Junge: Das Transfermulchsystem im Kartoffelanbau als Pflanzenschutz- und Klimawandelanpassungstrategie

Zu Beginn seines Vortrages geht Stephan Junge auf die aktuellen und zukünftigen klimatischen Herausforderungen für den Kartoffelanbau ein. Er zeigt auf, welche Rolle Pflanzen zum Bodenaufbau über den „flüssigen Kohlenstoffkreislauf“ spielen können. Eine Möglichkeit diesen Effekt für den Kartoffelanbau zu nutzen, sei einerseits der Zwischenfruchtanbau und reduzierte Bodenbearbeitung und andererseits das Transfermulchsystem. Bei allen drei Maßnahmen führt er die Vor- und Nachteile an. Im Hauptteil seines Vortrages geht er auf die mehrjährigen Versuche zum Transfermulchsystem im Kartoffelanbau der Universität Witzenhausen ein.

Stephan Junge wuchs in einer kleinen Zierpflanzengärtnerei in Ostsachsen auf. Über Umwege kam er zum Studium Ökolandbau und Vermarktung in Eberswalde, später Ökologische Agrarwissenschaften an der Universität Kassel. Seit 2010 arbeitet er im Fachgebiet Ökologischer Pflanzenschutz zu den Themen reduzierte Bodenbearbeitung, Zwischenfrüchte und Transfermulch im Kartoffelbau. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter leitet er seit 2016 Versuche zum Thema regenerativer Landwirtschaft mit den Forschungsschwerpunkten Klimawandelanpassung, Nährstoffversorgung, Boden- und Pflanzenschutz. „Eine Pflanzenschutzforschung im aufbauenden, regenerativen Sinne untersucht vor allem die Entstehung von Pflanzengesundheit, weniger die Bekämpfung von Schaderregern.“

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Posted by Manuel in Ackerbau, Mulchgemüse, Zwischenfrüchte

Dieter Pansegrau: Das Wurzelhofsystem – Bodenpflege statt Pflanzendüngung im Gemüsebau

Zu Beginn skizziert Dieter Pansegrau seine Grundwerte und warum er mit der Landwirtschaft angefangen hat. Darauf aufbauend beschreibt er seine grundlegenden „philosophischen“ Leitplanken einer ökologischen Landwirtschaft. Diese sind: Adaption natürlicher Prozesse, dauerhafte Durchwurzelung, dauerhafte Bodenbedeckung, keine Bodenbearbeitung, Bodenentwicklung durch Humusaufbau und Förderung der mikrobiellen Aktivität. Im Hauptteil stellt Dieter Pansegrau sein vierteiliges Wurzelhofsystem vor. Dieses besteht aus den Aspekten Fruchtfolge, Gründüngung, Mulch und minimalinvasiver Bodenbearbeitung. Im weiteren Verlauf geht er anhand von vielen Bildern auf die einzelnen Aspekte ein und beschreibt, wie er diese auf seinem Hof umsetzt und welche Erfolge er damit erzielt.

Dieter Pansegrau bewirtschaftet sei 1986 den Wurzelhof (Schinkeler Höfe). Erst während des Soziologiestudiums durch einen Selbstversorger Garten fand er zum Gemüsebau. Seit 1986 wird der Betrieb ökologisch bewirtschaftet und seitdem findet kein externer Einsatz von Stickstoffdüngungen statt. Daraus entwickelte er Praktiken, Techniken und Methoden um den Boden im Gemüsebau zu fördern und aufzubauen nach dem Grundsatz „Bodenpflege statt Pflanzendüngung“. Dies wird u.a. durch eine breite Fruchtfolge, Futterbau und Gründüngung, Untersaaten sowie spezielle Bodenbearbeitungsverfahren und Mulchsysteme umgesetzt.

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Posted by Yvonne in Bodenbearbeitung, Fruchtfolge, Gemüsebau, Gründüngung, Mulchgemüse, Untersaaten

Johannes Storch: Mulchen im Freiland-Gemüsebau

In seinem Webinar stellt Johannes Storch das Verfahren der Mulch-Direktpflanzung detailliert vor. Er beschreibt die einzelnen Arbeitsschritte auf seinem Betrieb und erläutert seine Biomasse- und Wurzel-optimierte Fruchtfolge als Kernelement des Anbauverfahrens. Weiterhin stellt er die von ihm und seinem Team entwickelte Mulchpflanzmaschine vor. Basierend auf wissenschaftlicher Begleitforschung führt Johannes abschließend die Entwicklung der Nährstoffbilanzen und -freisetzung seiner Felder auf.

Johannes Storch führt seit 2011 den Gemüsebau auf dem Bio-Gemüsehof Dickendorf. Von Anfang an war es sein Ziel, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und sogar zu steigern. Durch Beobachtung der Natur war bald klar, dass intensive Durchwurzelung in Kombination mit einer organischen Mulchdecke der Schlüssel ist. Die Anpassung dieser Prinzipien an den Feld-Gemüsebau bedeutete viel Entwicklungseinsatz. Die daraus entstandenen Innovationen im Anbausystem und in der Technik trugen zu einer substantiellen Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit bei, sowie weitere Vorteile bei Unkrautmanagement, Arbeitswirtschaft und bei der Pflanzenernährung. Mittlerweile ist Technik und das Anbausystem ausgereift, sodass der Betrieb Beratung und professionelle Pflanztechnik für das Mulchsystem anbietet.

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Posted by Yvonne in Fruchtfolge, Gemüsebau, Gründüngung, Mulchgemüse

Jan-Hendrik Cropp: Anbausysteme zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit

Sein grundsätzliches Leitmotiv bildet die Funktionsweise eines natürlichen Ökosystems. Anhand dessen formuliert er vier Prinzipien: Minimale Bodenbearbeitung, möglichst hohe Vielfalt, lebendige Wurzeln möglichst ganzjährig und möglichst immer eine Mulchdecke aus toter Organik. Er stellt die garekonservierende Bodenbearbeitung vor und zeigt auf, wie Landwirte auf pragmatische Art ihre Garequalität beurteilen und daraus die „richtigen“ Schritte in der Bodenbearbeitung ableiten können. Weitere Themen seines Vortrages sind Transfer-Mulch, Untersaaten, Beisaaten, Zwischenfrüchte und Direktsaat im Ökolandbau.

Jan-Hendrik Cropp ist ausgebildet im Gemüse- und Ackerbau durch selbstverantwortliche Tätigkeit in verschiedensten Betrieben, durch das Studium der Ökologischen Agrarwissenschaften und diverse Fortbildungen. Der Fokus seiner Beratungstätigkeit liegt auf Anbausystemen zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit in Gemüse- und Ackerbau. Er ist außerdem Journalist, Bildungsarbeiter und politisch aktiv. Seine Überzeugung ist es, dass man zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit das System Boden – Bodenleben – Pflanze in seiner Gänze interpretieren lernen muss.

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Posted by Yvonne in Bodenanalyse, Bodenbearbeitung, Direktsaat, Mulchgemüse, Untersaaten, Zwischenfrüchte