inspieren, austauschen und vernetzen

Die Vernetzungsreihe Marktgärtnerei richtet sich an alle Menschen, die sich intensiver mit dem Thema Marktgärtnerei beschäftigen wollen. Sei es zum Aufbau des eigenen Betriebes, zur Unterstützung in der Startphase, oder zur Inspiration der eigenen gärtnerischen Praxis.
Wir bringen dich in direkten Austausch mit den ExpertInnen der Marktgarten Szene im deutschsprachigen Raum. Hier bekommst du Antworten auf deine Fragen und Inspiration für deinen Weg. Lerne dabei die anderen Teilnehmenden kennen und vernetze dich im digitalen Stammtisch.
Die Vernetzungs-Reihe beginnt am 03.11.2021, danach Dienstags im zweiwöchentlichen Rhythmus, um 19:30 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt nur 119,00€ für alle acht Treffen dieser Reihe. Wer später dazu kommt, erhält automatisch Zugriff zu allen vorherigen Vorträgen.

Die Referenten

Tom Mühlbauer

Im Frühjahr 2021 gründeten meine Frau Antje und ich den Feldgarten in Bingenheim. Unser Weg in die Landwirtschaft begann mit der 4-jährigen biologisch-dynamischen Ausbildung (2005-2009). Nach der Ausbildung arbeite ich ein weiteres Jahr in der Gemüseproduktion und anschließend zwei Jahre in der biologisch-dynamischen Gemüsezüchtung. Nach der Meisterschule widmete ich mich dem Aufbau der gemüsebaulichen Versuchswesens bei der Bingenheimer Saatgut AG, welches ich 10 Jahre lang leitete. Mit der Gründung des Feldgartens beginnt für uns ein neuer, zukunftsweisender Lebensabschnitt. Die Konzeption unserer Marktgärtnerei als Selbsternte-Solawi ist in Deutschland bisher einzigartig.
www.feldgarten.com

Jasper de Wit

Seit Ende 2017 bewirtschaftet Jasper zusammen mit Anna den Helle-Hof in Höxter im Weserbergland. Die drei Standbeine des Unternehmens sind der No-Dig Marktgarten, die mobile Hühnerhaltung und die Agroforstwirtschaft. Vielfalt zu erhalten und zu fördern ist eines unserer wichtigsten Ziele – sowohl im Hinblick auf Biodiversität im Marktgarten als auch auf die Produktauswahl für die Kundschaft und die unterschiedlichen Vermarktungswege.
www.hellebauer.de

Sara Knapp und Orfeas Fischer

Orfeas ist Markt Gärtner und Betriebsleiter der Gärtnerei "Weierhöfer Gartengemüse". Nach seinem Aufenthalt in Canada (Intensivkurs »Praxis Market Garden« und Online Masterclass mit Mentor Jean-Martin Fortier) gründete er 2018 einen eigenen Market Garden. Zusammen mit seiner Frau Sara Knapp verkauft er »glückliches Gemüse« in Form von 250 Abokisten im Direktvertrieb. Von Februar bis Oktober wachsen hier auf einer Anbaufläche von 2400 m2 15 Tonnen Gemüse nach Market Gardening Prinzipien. Strukturierte Arbeitsabläufe, kluge Designplanung und genaues Timing helfen den beiden 50 € Umsatz pro m2 Anbaufläche zu generieren und so gut vom Garten leben zu können. In Vorortkursen und einem Onlinekurs geben sie ihr Wissen an Interessierte weiter.
www.weierhoefer-gartengemuese.de
www.marketgarden-weierhof.de

Sebastian Girmann

hat Gartenbau mit dem Schwerpunkt Gemüse- und Obstbau studiert und widmet seitdem sein Leben - neben seiner Familie - der kleinstrukturierten regenerativen Landwirtschaft und regionalen Versorgungssystemen. Anfang 2018 hat er gemeinsam mit einem motivierten Team die genossenschaftlich betriebene Gärtnerei “Biotop Oberland” aufgebaut, die mittlerweile über 450 Haushalte mit Gemüse versorgt. Seine Erfahrungen gibt er in seiner Beratungsarbeit weiter. Den Schwerpunkt legt er dabei auf schlanke und wirksame Strukturen (Lean Farm), bei denen die eigene Lebensqualität und die der Mitarbeiter im Mittelpunkt steht. Sein Ziel ist das Gefühl „Wir beherrschen den Betrieb, nicht der Betrieb uns."
www.regrow.bio
www.biotop-oberland.de

Felix Hofmann

Felix ist Gemüsegärtner und Gartenbauingenieur. Während seines Studiums an der Hochschule Geisenheim lernte er den Gemüsebau ohne Bodenbearbeitung kennen und verbrachte ein Jahr in England bei Charles Dowding. Seit 4 Jahren leitet er zusammen mit Anja Erich den Betrieb der Solidarischen Landwirtschaft Weinheim. In diesem kleinen Betrieb zeigen die beiden, dass es auch mit einer entspannten 32 Stunden Woche möglich ist, volle Gemüsekörbe für 80 Anteile zu produzieren. Zusammen mit Johannes Flieder und Alex Passaro bauen sie in 2022 einen neuen Betrieb in Heidelberg auf.

Jean-Marc Parries

Die Marktgarten-Solawi “Krautgaart” wurde 2016 von den drei Quereinsteigern Jean-Marc Parries, Max Epstein und Claude Petit gegründet. Krautgaart sitzt in Luxemburg und ist mittlerweile zu einem Team von 6 Menschen gewachsen. Das Projekt versorgt wöchentlich 145 lokale Haushalte und ein Top-Restaurant mit Gemüse aus eigener Produktion. Der Betrieb setzt auf reduzierte Bodenbearbeitung (no-dig) und Ideen der Permakultur um bestes Gemüse effizient zu produzieren und gleichzeitig das Land zu regenerieren. Jean-Marc Parries (32 J., MSc Environmental Sciences) ist zuständig für die Betriebsführung und -entwicklung im Krautgaart.
www.krautgaart.com/

Christoph Zehrfuchs

Nach dem Abschluss der HBLA Raumberg-Gumpenstein übernahm Christoph Zehrfuchs den elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb. 2012 Umstellung auf biologische Wirtschaftsweise. Grundlage waren die Erkenntnisse der Bodenpraktikerausbildungen von Bio Austria. Weitere Ausbildungen wie das „Intensivseminar Bodenfruchtbarkeit“ und der „Bodenkurs im Grünen“ bilden die heutige Bewirtschaftungsgrundlage. Der Hof produziert Gemüse, Obst und Getreide für die Mitglieder der Solidarischen Landwirtschaft. Seine eigens produzierte torfreie Jungpflanzenerde bildet die Grundlage für eine gesunde Jungpflanzenanzucht.
www.zehrfuchs.at

Anne Faber & Carla Jennewein

Im Jahr 2016 haben Carla und Catie im Quereinstieg den Garten "Fräulein Lenz" gegründet. Davor haben beide in der medizinischen Forschung gearbeitet. Nach vielen Entwicklungsschritten ist der Garten nun 6.000qm groß (davon 600qm Folientunnel). Darauf bauen sie auf der einen Hälfte Feingemüse im Market Garden Prinzip (mit minimalem Komposteinsatz und 1/3 davon no dig) und auf der anderen Hälfte Lagergemüse an. Mittlerweile liefern sie 90-100 Gemüsekisten ganzjährig in einem flexiblen Bestellsystem + Markttag + Lieferungen an Läden und Restaurants.
www.fraeulein-lenz.de/

Worum es uns geht

Small is

beautiful

Seit ein paar Jahren beweisen weltweit LandwirtInnen, dass wirtschaftliche Rentabilität nicht nur allein durch Größenwachstum zu erreichen ist.
Sie kombinieren verschiedenste ökologische, technische und wirtschaftliche Praktiken, um die Flächenproduktivität sowie die Wertschöpfung auf begrenzter kleiner Anbaufläche zu steigern.


Das Motto lautet nicht mehr »get big or get out«, sondern »get small and smarter«.


Marktgärtnereien sind:
- kleinstrukturiert
- saisonal
- vielfältig
- ökologisch
- produktiv
- investitionsextensiv
- konsumentennah


Die Betriebe sind in die Zukunft ausgerichtet, indem sie zu einem menschlichen Maß zurückkehren.
Sie sind ökonomisch rentabel, ökologisch wertvoll und sozial wertschätzend und bieten durch ihre geringen Investitionen einen guten Einstieg in die Landwirtschaft.

 

Termine

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Treffen 1
03.11.2021
Sebastian Girmann
Schlanke Strukturen in der Marktgärtnerei – wie Lean-Farming zu einer höheren Lebens- und Arbeitsqualität beiträgt
Treffen 2
16.11.2021
Christoph Zehrfuchs
Wie sich auf einem kleinen Vielfaltsbetrieb eine kostengünstige und zugleich ökologisch wertvolle Jungpflanzenanzucht umsetzen lässt
Treffen 3
30.11.2021
Catie Faber
Der gelungene Quereinstieg zum eigenen Marktgarten
Treffen 4
14.12.2021
Jasper de Wit
Diversität im Marktgarten (mobile Hühnerhaltung, Agroforst, Direktvermarktungswege)
Treffen 5
11.01.2022
Tom Mühlbauer
Gründung einer Marktgärtnerei als Selbsternte-Solawi
Treffen 6
25.01.2022
Felix Hofmann
Gemüse ohne Bodenbearbeitung und Solidarische Landwirtschaft
Treffen 7
08.02.2022
Orfeas Fischer
Direktvermarktung im Marktgarten am Beispiel des Betriebs Weierhoefer Gartengemüse
Treffen 8
22.02.2022
Jean-Marc Parries
Erfolgreicher Aufbau einer solidarischen Marktgärtnerei

 Das Format

  • Die Vernetzungsreihe  Marktgärtnerei besteht aus 8 Treffen.
  • Jedes Treffen ist ca. 2 Stunden und 15 Minuten lang - 30 Minuten Vortrag, 45 Minuten Frage/Antwort und 45 Minuten digitaler Stammtisch
  • Alle Vorträge werden aufgezeichnet und stehen den Teilnehmenden im Anschluss online zur Verfügung.
  • Beginnend am Dienstag, 19.10.2021 um 19:30 Uhr, folgt im zweiwöchigen Rhythmus jeweils ein Treffen.
  • Als technische Voraussetzung ist lediglich eine gute Internetverbindung notwendig.
  • Die Vernetzungsreihe kann als Ganzes für 119,00€ gebucht werden.
  • Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Man erhält automatisch Zugriff auf die Aufzeichnungen der schon erfolgten Aufzeichnungen.

Das Projekt wird organisiert vom Kolibri-Netzwerk und unterstützt durch die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) und dem Symposium »Aufbauende Landwirtschaft«.